Fachbeitrag

Absicherung von Gebäude-Infrastrukturen im Defence-Bereich

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Zielsetzung und Bedeutung

Die Absicherung von Gebäude-Infrastrukturen im Defence-Bereich verfolgt das Ziel, kritische Funktionen jederzeit verfügbar zu halten, auch bei Netzstörungen, extremen Umweltbedingungen oder sicherheitsrelevanten Ereignissen. Besonders betroffen sind Führungs- und Lagezentren, Rechenzentren, Kommunikationsknoten sowie technische Betriebsräume, deren Ausfall unmittelbare Auswirkungen auf Einsatzfähigkeit und Sicherheit hätte.

Wöhrle erfüllt diese Zielsetzung, indem das Unternehmen eigene USV-Systeme, Batteriespeicher und Energieverteilungen zu ganzheitlichen Versorgungskonzepten kombiniert. Durch projektbezogenes Engineering werden Leistung, Autarkiezeit und Redundanz exakt auf die jeweilige Gebäudeinfrastruktur abgestimmt, sodass missionskritische Funktionen dauerhaft abgesichert bleiben.

Hochverfügbare Energieversorgung als Grundlage

Zentrale Basis bildet eine hochverfügbare Energieversorgung mit redundanten Einspeisungen, USV-gestützter Pufferung und Notstromsystemen. Diese Kombination eliminiert Mikro-Unterbrechungen, fängt Lastspitzen ab und gewährleistet einen unterbrechungsfreien Weiterbetrieb missionskritischer Systeme. Ergänzend kommen modulare und redundante Architekturen wie N+1- oder A/B-Konfigurationen zum Einsatz, um Single Points of Failure zu vermeiden und Wartungsarbeiten im laufenden Betrieb zu ermöglichen.

Wöhrle setzt genau diese Konzepte um, indem modulare USV-Plattformen mit N+1-, 2N- oder A/B-Auslegung realisiert werden. Leistungs- und Batteriemodule sind redundant ausgeführt und können im laufenden Betrieb gewartet oder erweitert werden. Ergänzend integriert Wöhrle Notstromschnittstellen, intelligente Lastverteilungen und kontinuierliches Monitoring, um eine unterbrechungsfreie Versorgung sicherzustellen. Die Wöhrle-eigene Steuerungen regeln dabei den Energiefluss zwischen Netzgerät, Last und Speicher und stellen so einen stabilen Betrieb auch bei dynamischen Lastwechseln sicher.

Redundanz, Modularität und Betriebssicherheit

Modulare Systemkonzepte erlauben die flexible Erweiterung der Infrastruktur und erhöhen gleichzeitig die Ausfallsicherheit. Durch die konsequente Trennung von Versorgungswegen, Technikräumen und Brandschutzabschnitten bleibt die Gesamtfunktionalität auch bei Teilausfällen erhalten. Diese Prinzipien sind essenziell, um die dauerhafte Verfügbarkeit komplexer Gebäudeinfrastrukturen sicherzustellen.

Wöhrle unterstützt diese Prinzipien durch skalierbare Energiearchitekturen mit getrennten Lastpfaden, priorisierten Verbrauchern und automatischem Lastabwurf. Die modulare Bauweise erlaubt es, Leistung und Batteriekapazität schrittweise zu erweitern, während redundante Versorgungswege und intelligente Energieverteilungen die Betriebssicherheit nachhaltig erhöhen.

IT-, OT- und physische Sicherheit

Parallel zur Energieversorgung spielen IT- und OT-Sicherheit eine entscheidende Rolle. Segmentierte Netzwerke, gehärtete Server- und Technikräume sowie kontinuierliches Monitoring sorgen dafür, dass Energie-, Kommunikations- und Automationssysteme auch bei Störungen kontrolliert betrieben werden können. Physische Schutzmaßnahmen wie Zutrittskontrollen, Videoüberwachung, Perimetersicherung und geschützte Technikräume erhöhen zusätzlich die Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einflüssen.

Wöhrle ergänzt diese Sicherheitsmaßnahmen energieseitig durch EMV-optimierte Schranklösungen, Filter- und Überspannungsschutz sowie saubere Erdungs- und Potentialausgleichskonzepte. Das integrierte Monitoring von USV, Batterien und Energieverteilungen ermöglicht eine permanente Zustandsüberwachung und frühzeitige Alarmierung, sodass Störungen schnell erkannt und behoben werden können.

Integration mobiler und temporärer Erweiterungen

Da Defence-Infrastrukturen häufig durch Containerlösungen, temporäre Leitstellen oder vorgeschobene Technikräume ergänzt werden, müssen auch diese dezentral abgesichert und nahtlos in die bestehende Gebäudeversorgung integriert werden. Eigene Energiepuffer und synchronisierte Versorgungsstrukturen stellen sicher, dass solche Erweiterungen selbst bei instabiler oder netzferner Einspeisung zuverlässig funktionieren.

Wöhrle deckt diesen Bedarf mit kompakten, Leistungsdichten USV-Systemen sowie integrierten Batteriespeichern ab, die speziell für Container- und mobile Anwendungen ausgelegt sind. Diese Lösungen lassen sich synchronisiert in bestehende Gebäudeinfrastrukturen einbinden und gewährleisten auch bei netzfernem Betrieb oder temporären Einsätzen eine stabile, hochverfügbare Energieversorgung. Neben Einzelkomponenten werden schlüsselfertige Schaltschranklösungen realisiert, die exakt auf Lastprofil, Umgebungseinflüsse und Überbrückungszeit ausgelegt sind, einschließlich Auslegung der Batteriekapazität und projektspezifischer Schaltschemata.